Dorfverein Istighofen-Moos
 

Von den Sternstunden des Istighofer Dorfvereins


1989 – Sternstunde I – die Idee

Nach einer Sitzung der Istighofer Schulbehörde – ja, die gab es damals – plauderten Regina  Huber und Ruedi Gentsch im Herbst 1989 noch etwas im Hinterhof des Restaurants «Stern». Diese «Sternstunde» sollte zur Geburtsstunde des Istighofer Dorfvereins werden. 

In der zweiten Ausgabe der «Ischtighofer Zitig» - auch das gab es damals – wurde noch im Herbst 1989 die Absicht, «Istighofen aus seinem kulturellen Dornröschenschlaf zu erwecken», publik gemacht - verbunden mit der Vermutung, «dass viele Lesende bestimmt an einem lebendigen Dorfgeschehen interessiert seien.» Als Idee wurde vorgeschlagen, dass künftig ein «Monatsstamm» ein lockeres Zusammentreffen und Diskutieren ohne Traktanden ermöglichen sollte. Zudem sollte pro Quartal eine geplante Aktivität angeboten werden. Mittels einer Umfrage konnten weitere Ideen und das grundsätzliche Interesse am Vorhaben mitgeteilt werden.

 

1990 – Sternstunde II – die erste Gründungsversammlung

Ein rundes Dutzend Interessierte meldete sich tatsächlich und so kam es am 10. Januar 1990 zur ersten Gründungsversammlung und zwar im «Stern». Eher ein Sternstündchen also – aber immerhin! Der «Dorfverein» wurde als politisch und konfessionell neutral erklärt und stand allen Einwohnerinnen und Einwohnern offen. Informiert wurde über die «Ischtighofer Zitig». Für jeden Mittwoch im Monat war ein «Monatsstamm ohne Programm» angesagt. Die Ausrichtung der Quartalsaktivitäten sollte möglichst breit angelegt sein. Am Fusse des Schlittelhanges bei der Winterhalde fand die erste öffentliche Istighofer Bundesfeier mit rund siebzig Teilnehmenden statt – ohne Ansprache und Jodelchor, aber mit einem recht stattlichen Funken. Der junge Dorfverein war etwas Neues und stiess neben Begeisterung auch auf viel Skepsis. So ignorierte die Ortskommission – oder nur der Ortsvorsteher? – ganz einfach den Antrag auf Übernahme der Rekultivierungskosten des Funkenplatzes. Und schon damals stellte sich die Frage, wie der Verein, der mangels Vorstand und Statuten eigentlich keiner war, künftig heissen sollte. 

Der junge «Verein» hielt tapfer am mehr oder weniger gut besuchten und abwechselnd im «Stern» oder im «Thurbrüggli» stattfindenden Monatsstamm fest. Die Aktivitäten blieben breit gefächert. Aber der «Monatsstamm ohne Programm» bestand seine Bewährungsprobe nicht. Immer mehr Teilnehmende vermissten im Laufe der ersten zwei Jahre zum Leidwesen des geistigen Elternpaares das, worauf einst bewusst verzichtet worden war: Ein Programm! Aber auch die thematisch breitgestreuten Aktivitäten vermochten – naturgemäss - nicht immer befriedigend zu mobilisieren. Das Ende? Keineswegs!

 

1992 - Sternstunde III – die zweite Gründungsversammlung

 

Am 10. Januar 1992 versammelten sich zwanzig Personen im Restaurant «Thurbrüggli» zur zweiten Gründungsversammlung des Dorfvereins Istighofen – diesmal aber mit Statuten und allem Drum und Dran. Und darum gab es jetzt auch einen richtigen Vorstand. Als erste Vereinspräsidentin wurde Esther Schwegler gewählt, als Aktuar Matthias Suter und als Kassier Markus Hagen. Als Beisitzer stellten sich Regina Huber und Peter Riesen (Vertretung der Ortskommission) zur Verfügung. 

Den Monatsstamm sollte es weiterhin geben, allerdings nur noch jeden zweiten Monat und mit einem Thema versehen – so gab es beispielsweise einen Waldspaziergang, eine Brätelei oder ein Fussballspiel. Und natürlich stand auch wieder eine Bundesfeier auf dem Programm. Der «Monatsstamm ohne Programm» wurde definitiv gekippt. Dafür sollte das Aktivitätenprogramm ausgebaut werden.

 

1995 – Sternstunde IV – das Kind wird getauft

Bis dahin war das Vereinsleben in gehabten Bahnen verlaufen, allerdings mit vielen neuen Ideen für die Aktivitäten und einem teilweise ausgewechselten Vorstand. An der Jahresversammlung vom 18. Januar 1995 aber geschah Bemerkenswertes: Die Statuten wurden revidiert und der Verein erhielt endlich einen Namen:

«Zahrädli Istighofen»!

Das entsprechende Logo, welches die Verbindung zwischen den einzelnen Dorfmitgliedern symbolisieren sollte, wurde bei «Löde» Tschümperlin in Auftrag gegeben:

Im Vorstand des neu benamsten Vereins blieb alles beim Alten und Bewährten: Esther Schwegler blieb Präsidentin, Martin Eichenberger Kassenwart, Gina Huber und Peter Riesen glänzten als Beisitzer und Claire Heuer sollte weiterhin ihre Protokolle verfassen. 

Nun kam von der neugegründeten PG Bürglen die Anfrage, ob der Dorfverein die erste gemeinsame Bundesfeier ausrichten wolle und könne. Man wollte und holte sich dazu Verstärkung beim Samariterverein Bürglen. Für die Zeit zwischen April und Dezember 1995 plante man sagenhafte fünfzehn Aktivitäten und die Bevölkerung wurde mit einem Flugblatt zum Mitmachen eingeladen. 


1996 – Sternstunde V – das Wunder

Am 27. März 1996 tritt der gesamte Vorstand zurück! Aber die Lücken werden geschlossen! Therese Schenk wird neue Präsidentin, Monika Massolin Aktuarin und Debbie Gsell Kassierin.Im Jahresbericht per 1996 berichtet auch der neue Vorstand von einer reichhaltigen und vielseitigen Palette an durchgeführten Aktivitäten.

Die Mitgliederliste vom März 1997 lässt aufhorchen: Es werden 54 (vierundfünfzig!) Namen aufgeführt!

Immer wieder wird das Zahrädli von der PG Bürglen für die Organisation und Durchführung von Gedenkfeiern und Jubiläen angefragt. Im Oktober 1997 geht es um die sanierte Thurbrücke und im Juni 1998 bejubelt man 200 Jahre «Helvetik» und 150 Jahre «Bundesstaat». Daneben finden weiterhin die vielfältigsten Aktivitäten statt.


  

2004 – Sternstunde VI – Wunder wiederholen sich gelegentlich

Im Jahr 2004 treten Therese Schenk als Präsidentin und Monika Massolin als Aktuarin von ihren Ämtern zurück. Und – oh Wunder – wieder springen engagierte Vereinsmitglieder in die Bresche! Esther Schwegler übernimmt erneut das Präsidium und Wisi Wehrle wird ebenso ehrenvoll als Aktuar bestätigt. Die Mitgliederliste umfasst rund siebzig Personen und die Palette der Veranstaltungen in diesen Jahren ist beeindruckend vielfältig. 

Im Protokoll der Jahresversammlung von 2007 vermerkt der Aktuar die von der Präsidentin geäusserten Sorgen um den Verein. Die Durchführung mancher Veranstaltung hätte wegen der schleppenden Anmeldungen erst im letzten Moment sichergestellt werden können. Noch nie sei es ihr so schwergefallen, den Jahresbericht zu schreiben, klagt die Präsidentin im Jahr 2009. Sie fragt sich, ob der Verein eine Zukunft habe und denkt darüber nach, wie der Verein attraktiver gemacht werden könnte.

 

2012 – Sternstunde VII - Todgeweihte leben länger

An der Jahresversammlung 2012 übernimmt Manuela Niederberger das Zepter von der langjährigen Präsidentin Esther Schwegler. Neue Kassierin wird Nicole Egger und das Aktuariat wird weiterhin von Doris Wyss betreut. Der Verein hat nun 59 Mitglieder. 


2017 - Sternstunde VIII – das Kind wird umgetauft

Im Mai 2017 wird der Stab weitergereicht! Neu ist nun Alexandra Sievert Präsidentin des Vereins und wird von Simone Meyenberger als Aktuarin und Anita Marcelat als Kassierin unterstützt.

Aus dem Dorfverein «Zahrädli» wird der Verein «Dorfläbe Istighofen & Moos». 
Im Jahr 2018 verzeichnet der Verein 59 Mitglieder.

 

2020 – Sternstunde IX – wie einst Phönix aus der Asche

Im Jahr 2020 droht das Vereinsschiffchen wieder einmal zu kentern! Der gesamte Vorstand tritt zurück und der Verein steht vor der Auflösung. Doch einmal mehr naht die Rettung!

Die langjährige und verschworene Fussball-Quadriga springt beherzt in die Bresche! Markus Hagen übernimmt das Präsidium, Martin Peng wird Aktuar und Kilian Germann das Kassieramt. Edi Holdener komplettiert den Vorstand. Man will zurück zu den Wurzeln. Es soll wieder einen Monatshöck, also einen «Stamm» geben. Ohne Traktanden, wie zu Gründerzeiten. (Die Quadriga trifft sich ja ohnehin…) Ein Mitgliederbeitrag ist weiterhin vorgesehen und wenn jemand eine Veranstaltung organisieren möchte, sei das durchaus willkommen…
Die Kommunikation mit den Mitgliedern soll vornehmlich über die neu geschaffene Internetseite erfolgen.

Just zum 30-jährigen Bestehen des Vereins, wird der Name wieder zu den Wurzeln zurückgeführt.
Aus dem «Dorfläbe Istighofen & Moos» wird der «Dorfverein Istighofen-Moos».

 

Würdigung

Nimmt man die «erste Gründungsversammlung» im Januar 1990 als Ursprung, so darf der Verein nun auf sagenhafte dreissig wechselhafte Jahre zurückblicken. Immer wieder totgesagt und immer wieder auferstanden! Zu verdanken ist dies einer ganzen Anzahl von unerschütterlichen Optimistinnen und Optimisten mit einer grossen Einsatzbereitschaft zum Wohle der Allgemeinheit. Ein spezieller Dank geht an Ruedi Gentsch, der diese Chronik aus all den Protokollen und Unterlagen zusammengetragen und verfasst hat. Vielen Dank.

 

 

 

Einige Daten und Zahlen

 

10.Januar 1990 Erste Gründungsversammlung des "Vereins"

Gründungsmitglieder:

Engler Jürg und Dorothea
Frischknecht Röbi und Hanni
Gentsch Ruedi und Margrit
Graf Rolf und Heidi

Heuer Harald und Claire
Huber Othmar und Regina
Rutishauser Urs
Schneider Lilo

Schwegler Hans und Esther
Wehrle Alois und Maria

 

10. Januar 1992 Zweite Gründungsversammlung des Vereins (jetzt mit Statuten und Vorstand)

Gründunsgsmitglieder 

Familie Brasey
Familie Brauchli
Familie Engler
Familie Gentsch
Familie Hagen

Familie Hänseler
Familie Heuer
Familie Huber-Brunner
Familie Markwalder
Familie Schenk

Familie Schönholzer
Familie Schwegler
Matthias Suter
Familie Wehrle


1995 Namensänderung: «Zahrädli Istighofen» (Lancierung des Logos)

 

2017 Namensänderung: «Dorfläbe Istighofen & Moos»

 

2020 Namensänderung: «Dorfverein Istighofen - Moos»


 1990 - 1992 Keine Statuten, keine Ämter

Präsidium

1992- 1996   Esther Schwegler
1999- 2004  Therese Schenk
2004-2012   Esther Schwegler
2012- 2017   Manuela Niederberger
2017- 2020  Alexandra Sievert
2020 -          Markus Hagen

Aktuar

1992- 1994    Mathias Suter
1994- 1997    Claire Heuer
1997- 2001    Monika Massolin
2001-2004   Thomas Keller
2004-2008  Alois Wehrle
2008-2017   Doris Wyss
2017- 2020  Simone Meyenberger
2020-           Martin Peng

Kassier

1992- 1994    Markus Hagen
1994- 1996    Martin Eichenberger
1996- 1997    Debbie Gsell
1997- 2003   Hans Markwalder
2003-2007   Dorothea Engler
2007-2010   Sascha Thür
2010- 2012   Regula Scherrer
2012- 2017   Nicole Egger
2017- 2020  Anita Marcelat
2020-           Kilian Germann